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- Archiv 2009 -

Auszeichnung für gbg

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat im Umweltforum Berlin die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Energetische Sanierung von Großsiedlungen" ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehört auch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft ( gbg ) mit ihrem 27 Millionen Büro schweren Projekt für 1730 Wohnungen.
Energie und Heizkosten zu sparen und gleichzeitig die Lebensqualität in den oftmals vernachlässigten Großwohnsiedlungen zu verbessern, war die Auf- gabe des Wettbewerbs. Beteiligt hatten sich 76 Gesellschaften und Eigentümer. Prämiert wurden 34 Konzepte. Die Preisträger erhalten je eine Prämie von 100.000 Euro ( Gold - 5 Preisträger ), 75.000 Euro ( Silber - 10 ) und 50.000 Euro ( Bronze - 19 ). Dazu kommen millionenschwere Zinsvergünstigungen für die preisgekrönten Bauvorhaben.
Bei der Sanierung von Großwohnsiedlungen biete es sich an, Energieeinsparung mit der Verbesserung des Wohnumfeldes, den Einsatz erneuerbarer Energien und die soziale Aufwertung des Quartiers zu verbinden, sagte Tiefensee in seiner Laudatio.
Die eingereichten Projekte hätten „zukunftsweisenden Charakter". Der Bund stelle von 2009 bis 2011 jährlich rund 1,5 Milliarden Euro zur Umsetzung der Konzepte im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms bereit. Mit der energetischen Sanierung würden jährlich drei Millionen Tonnen CO2 eingespart. Zugleich könnten die Heizkosten um rund 920 Millionen Euro verringert werden.
Tiefensee hatte den mit insgesamt 2,2 Millionen Euro dotierten Wettbewerb Anfang des Jahres ausgelobt. Erstmals sollten energetische Sanierungs- und Entwicklungskonzepte nicht ausschließlich ein Haus, sondern eine gesamte Siedlung in den Blick nehmen. In deutschen Großwohnsiedlungen leben rund fünf Millionen Menschen.
Der preisgekrönte Wettbewerbsbeitrag der gbg für Drispenstedt umfasst 1730 Wohnungen. Das Energiekonzept der Siedlung biete durch den Ausbau mit Fernwärme und die Nutzung der Dachflächen zur Photovoltaik-Stromerzeugung Lösungen zum deutlichen Abbau des Energieverbrauchs. In Bezug auf die energetische Sanierung und die Verschönerung des Umfeldes habe die gbg ein „herausragendes" Konzept zur Beteiligung
der Bewohner präsentiert, heißt es wörtlich in der Begründung.
gbg-Vorstand Jens Mahnken zeigt sich hocherfreut über die Auszeichnung : „Wir sehen uns in unserer Arbeit bestätigt." 27 Millionen Euro wolle die gbg bis zum Jahr 2020 in die Modernisierung der genannten gbg-Siedlung investieren, sofern der Aufsichtsrat seinem Plan zustimme, kündigt
Mahnken an.
Für die Finanzierung seien Eigenmittel der gbg, Fördermittel des Bundes und eine „angemessene Beteiligung" der Mieter vorgesehen. Die Miete werde aber nur im Umfang der eingesparten Energiekosten erhöht, betont der gbg-Vorstand. Für die Bewohner werde das Großvorhaben damit finanziell zu einem Nullsummenspiel.
Mahnken : „Gewinner sind die Umwelt, die Mieter, weil sie für das selbe Geld mehr Wohnqualität erhalten, die heimische Wirtschaft bei Investitionen von 27 Millionen Euro und die gbg, weil wir unseren Wohnungsbestand damit kräftig aufwerten."

© SIR... Dieter Sander