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Sommerfest 2011 in Drispenstedt


Am Samstag, den 18. Juni 2011, fand vor dem Stadtteiltreff Drispenstedt, Ehrlicherstrasse 18, das Stadtteilsommerfest 2011 statt.

Los ging es um 14:00 Uhr.

Auch in diesem Jahr durfte man sich wieder auf das alljährliche Sommerfest in Drispenstedt freuen, das am Sonnabend, den 18. Juni 2011, vor dem Stadtteiltreff stattfand. Ab 14:00 Uhr präsentierten sich Drispenstedter Einrichtungen, Vereine und Initiativen und stellten ihre Arbeit vor. Das soziokulturelle Netzwerk hat dabei immer die Summe aller kulturellen, sozialen und politischen Interessen der Gemeinschaft im Blick. Deshalb ist es - wie in jedem Jahr - besonders wichtig, die Formel für ein gutes Miteinander so einfach wie möglich zu fassen : So stellt auch das diesjährige Sommerfest Gemeinschaft, Integration, gute Nachbarschaft ... und gutes Essen in den Mittelpunkt der Veranstaltung.
Nicht die „Riesensause" war daher das Thema des Tages, sondern die verlässliche Konstante in der Drispenstedter Entwicklung.
Hierfür steht seit mittlerweile zehn Jahren der Stadtteiltreff. Der Stadtteiltreff ist Leuchtturm im Sinne quartiersbezogener Orientierung im sozialen Raum. Daher ist nicht er selbst das Thema seiner zehnjährigen Geschichte, sondern vielmehr die um ihn herum geplanten und koordinierten Entwicklungen. Zehn Jahre Stadtteiltreff meint zehn Jahre Drispenstedt im Aufwind. Alle Beteiligten halten seither mit Bedacht, Geduld und Konsequenz Drispenstedt im Aufwind, ohne zu hoch hinaus zu treiben und damit Ikarus´ Schicksal zu teilen.
Ein friedliches Miteinander ist nicht immer leicht, in Drispenstedt wird es mittlerweile gelebt. Gemeinschaft, Integration und gute Nachbarschaft zeichnen Drispenstedt aus - quer durch alle Generationen und Nationalitäten.
Anlässlich des Sommerfestes wollte der Stadtteil das einmal mehr unter Beweis stellen.
Eröffnet wurde die fröhliche Feier um 14:00 Uhr mit Grußworten.
Auch Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens war anwesend.
Um 14:20 Uhr war der Chor der Gesamtschule Drispenstedt zu hören.
Der Turnerspielmannszug Hildesheim schloss sich um 15:30 Uhr mit schmissigen Melodien an.
Die Bläserklasse der Marienschule zeigte um 16:30 Uhr ihr musikalisches Können.
Orientalischer Tanz wurde ab 17:30 Uhr vorgeführt.
Gegen 20:00 Uhr klang das Sommerfest langsam aus.
Das Rahmenprogramm wurde durch zahlreiche Aktionen ergänzt.
Für die ganze Familie wurde ein kurzweiliger Nachmittag mit vielen Überraschungen geboten
- kurz : ein pralles Sommerfest, das man nicht verpassen durfte.

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Die Finanzierung des Stadtteiltreffs in Drispenstedt ist offenbar für weitere drei Jahre gesichert. Mit dieser guten Nachricht konnte Marion Schenk, kommende Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Gesellschaft für berufliche Bildung Hildesheim ( GGBH ), die Besucher des Sommerfestes in Drispenstedt überraschen. Die GGBH, eine Tochter der Hildesheimer Volkshochschule, betreibt das interkulturelle Zentrum in Drispenstedt, das parallel zum Sommerfest seinen zehnten Geburtstag feierte.
Die finanzielle Unterstützung für die nächsten Jahre sei beim Europäischen Sozialfonds beantragt und bereits zugesichert, teilte Schenk mit. Sie soll von Juli an in die Fußstapfen von Detlef Hansen treten, der beim Sommerfest schon einmal vorab mit einem großen Blumenstrauß verabschiedet wurde. Hansen selbst gab sich wie gewohnt humorvollbrummig. „Wir werden ja oft mit der GBG verwechselt", sagte der scheidende Geschäftsführer. „Ich hatte oft Leute am Telefon, die mir sagten, bei ihnen sei ein Wasserhahn kaputt", scherzte er. Er habe dann immer geantwortet, dass es sich bei der GGBH um einen Bildungsträger handele - mit Wasserhähnen kenne man sich dort eher nicht aus.
Ortsbürgermeister Jürgen Köhn lobte Hansen als jemanden, der die Geschicke des Stadtteiltreffs über all die Jahre gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort erfolgreich gemanagt habe. „Sie werden uns hier immer willkommen sein", sagte Köhn.
Mehrere Redner hoben die Bedeutung des Stadtteiltreffs für Drispenstedt hervor. „Sie leben hier zusammen, und sie tauschen sich aus", sagte Oberbürgermeister Kurt Machens. Lebenshilfe-Vorstand Bolko Seidel sagte : „Hier gibt es eine Gemeinschaft, die funktioniert." Er arbeite noch nicht lange bei der Lebenshilfe in Drispenstedt, aber er fühle sich in dem Stadtteil schon sehr wohl.
Von der gelebten Gemeinschaft konnten sich die Gäste des Festes am Sonnabend selbst überzeugen.
Neben dem Glücksrad der CDU, an dem es selbst gepflückte Erdbeeren ( kostenpflichtig ) und leckeres Eis für Kinder ( gratis ) gab, hatten die Frauen der türkischen Gemeinschaft ihren Stand aufgebaut und servierten unter anderem Lahmacun, Köfte und fein gewürzte Joghurtsoßen. Kinder breiteten auf dem Rasen Decken aus, um ausgemusterte Spielsachen zu verkaufen. Die Feuerwehr, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Ganztagsschule Drispenstedt präsentierten sich während des Festes.

© SIR... Dieter Sander