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- Archiv 2008 -

Ortsratssitzung - Mai 2018


Die letzte
Sitzung des Ortsrates Drispenstedt
fand am Dienstag,
den 29. Mai 2018, ab 18.00 Uhr
in der Lebenshilfe Werkstatt Hildesheim
Hildebrandstr. 95, 31135 Hildesheim, statt.

Der landkreisweite Ärztemangel verschärft sich zwar von Monat zu Monat, aber Patienten im Norden Hildesheims können derzeit trotzdem aufatmen. Noch 2018 soll in Drispenstedt eine weitere Ärztin ihre Arbeit aufnehmen.
Das hat die Vorsitzende des Bezirksausschusses Hildesheim der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen ( KVN ), Dr. Petra Lattmann, am 29.05.2018 im Ortsrat Drispenstedt angekündigt.
Die Kollegin, von der trotz Nachfrage weder Name noch das Fachgebiet genannt wurden, übernimmt aber nicht die Praxis von Dr. Jürgen Ebel, der Anfang des Jahres von heute auf morgen aufgehört hat. Sein Kassensitz ist inzwischen an zwei Praxen in Machtsum und Groß Düngen aufgeteilt.
Kerstin Ängermann ( SPD ) drängte darauf, Drispenstedt auf kurz oder lang mit einem Kinderarzt zu versorgen.
„In unserem Stadtteil leben viele Kinder, und es ist den Eltern kaum zuzumuten, zur Behandlung ständig in die Innenstadt zu fahren."
Lattmann machte deutlich, dass es für Drispenstedt auf absehbare Zeit keinen Kinderarzt geben werde.
„Da kann ich Ihnen leider keine Hoffnung machen."
Zudem halte sie es für zumutbar, dass Eltern mit ihren Kindern zu Ärzten in die Innenstadt fahren.
Heftige Kritik des Ortsrats und einiger Bürger musste sich Michael Veenhuis, Bereichsleiter Stadtplanung und Stadtentwicklung im Rathaus, wegen der geplanten Erweiterung des Gewerbeparks Nord anhören.
Veenhuis' Hinweise, bei der bisher noch nicht bekannten zusätzlichen Fläche handele es sich lediglich um rund zehn Hektar, fruchteten bei den Drispenstedtern nicht.
Mehrere Redner - Politiker wie Besucher - ließen ihrer Wut und Verständnislosigkeit freien Lauf.
Erwin Braun, Anwohner aus der Peiner Landstraße, sprach von einem „Anschlag auf die Gesundheit der Bürger".
Andreas Paare ( SPD ) sagte, die Stadt zäume das Pferd von der falschen Seite auf. Erst lasse man das Gebiet volllaufen und am Ende kümmere man sich darum, wo die vielen Lastwagen fahren sollen.
Seine Fraktionskollegin Sara Obornik forderte ein Konzept, das die Drispenstedter entlaste, statt sie weiter zu belasten.
Jürgen Köhn ( CDU ) regte an, jetzt auf die Firmen zuzugehen, um dort die Probleme des Ortsteils zu hinterlegen.
„Die Unternehmen haben schließlich auch einen Ruf zu verlieren", sagte Köhn.
Anwohner Erwin Braun will den Naturschutzbund BUND darum bitten, sich einzuklinken. „Vielleicht kann er dort messen, wenn es die Stadt nicht tun will."
Verwaltungsvertreter Veenhuis machte deutlich, dass die Stadt sich im Gewerbepark Nord an alle rechtlichen Vorgaben halte. Der derzeitige Verkehr - auch der aus dem Erweiterungsbereich „Langes Feld" westlich von Lidl - könne noch über die bestehenden Straßen rollen. Für weitere Erschließungen sei es erforderlich, dass die dann verlegte Bundesstraße und der dritte Autobahnanschluss einsatzbereit seien.

Ort : Lebenshilfe Werkstatt Hildesheim
Hildebrandstr. 95, 31135 Hildesheim
Datum : Dienstag, 29. Mai 2018
Beginn : 18:00 Uhr

© SIR... Dieter Sander