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- Neubau des Stadtteilzentrums in Drispenstedt -

Supermarkt, Drogerie, Eiscafé und mehr

Drispenstedt feiert am 20. Juni 2026 sein neues Zentrum

Bericht in „Hildesheimer Allgemeine Zeitung
vom 20. Juni 2026 :

Das neue Einkaufszentrum aus der Vogelperspektive.

Links ist die Jordanstraße zu sehen, rechts die Hermann-Seeland-Straße

Wenn etwas Großes abgeschlossen ist, kann man sich ruhig mal ein Eis gönnen. Und so sitzt gbg-Chef Jens Mahnken am Mittwochmittag zufrieden im neuen Drispenstedter Eiscafé Paxino und blickt gemeinsam mit den Hauptverantwortlichen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Während dieser Zeit haben Dutzende Firmen mit zusammen wohl Hunderten Arbeitern das größte Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte der gbg fertiggestellt. Zunächst war die in den 1960er-Jahren gebaute Ladenzeile abgerissen worden. Gleichzeitig ließ der Bauherr ein Containerdorf errichten, damit die Hubertus-Apotheke und die Gemeinschaftspraxis weiterhin arbeiten konnten. Am 20.06.2026 gibt es nun den offiziellen Abschluss auf dem Aurora-Platz. Ein Überblick über die wichtigsten Details des Mammut-Projekts.

Was hat das Einkaufszentrum insgesamt gekostet?
Der Bau des neuen Einkaufszentrums an der Ehrlicherstraße ist das teuerste Einzelprojekt des städtischen Wohnungsbauunternehmens gewesen. Es hat zusammen rund 42 Millionen Euro gekostet. Im Gegensatz zu vielen anderen Bauprojekten, die wegen steigender Preise erheblich teurer werden, war diese Summe von Anfang an geplant. Eine Erklärung dafür: Ein Generalunternehmer hatte die Aufgabe übernommen. Er trug deshalb auch die finanziellen Risiken des Projekts.

Blick auf den Aurora-Platz im neuen Zentrum Drispenstedts

Wie lange hat der Bau gedauert?
Der Bau des neuen Zentrums selbst hat laut gbg-Projektleiter Jörn Schrader zwei Jahre und einen Monat gedauert. Allerdings hatten die vorbereitenden Arbeiten schon Ende 2022 begonnen. Arbeiter hatten zunächst eine Ersatzstraße am Brandisweg errichtet, damit Bewohnerinnen und Bewohner der Jordan- und der Hermann-Seeland-Straße zu ihren Häusern kommen. Später rückten die Energieversorgung und die Stadtentwässerung Hildesheim an, um die neuen Versorgungsleitungen in der Umgebung zu verlegen.

Wie viele Wohnungen finden sich in dem Ensemble?
Die gbg hat über den Geschäften 51 Sozialwohnungen mit einer Gesamtfläche von 4011 Quadratmetern bauen lassen. Sie haben zwei bis fünf Zimmer und sind 53 bis 101 Quadratmeter groß. Das Interesse potenzieller Mieter war enorm.
„Der letzte Mietvertrag wurde Ende Januar unterzeichnet“, berichtet Henrik Homberg, Leiter der gbg- Immobilienverwaltung. Die Nettokaltmiete für die Wohnungen beträgt 5,80 Euro pro Quadratmeter. Sie ist damit noch günstiger als die meisten anderen Wohnungen aus dem Bestand der gbg im Stadtteil. Grund ist die öffentliche Förderung des Projekts.

Wie viele gewerbliche Mieter gibt es?
Neun Unternehmen haben sich in den Komplex der gbg eingemietet. Der gewerbliche Anteil des Areals umfasst 4138 Quadratmeter. Den weitaus größten Teil bewirtschaftet Edeka. Die Supermarktkette unterhält im Osten des Einkaufszentrums allein fast 2000 Quadratmeter Fläche. Etwa die Hälfte davon bewirtschaftet der Drogerist Rossmann, der auf der anderen Seite des Platzes sitzt. Der – gemessen am angemieteten Raum – kleinste Mieter ist die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine. Sie bespielt auf rund 20 Quadratmetern eine kleine SB-Filiale.

In den Obergeschossen des Bauwerks befinden sich 51 Sozialwohnungen

Wie groß ist der Aurora-Platz, also die Innenfläche der neuen Mitte?
Die Fläche der Außenanlagen zwischen Jordanstraße und Edeka hat eine Fläche von 600 Quadratmetern, rechnet man den Grünstreifen zum Friedrich-Hage-Weg mit ein, kommt man auf eine Gesamtfläche von 750 Quadratmetern.

Gab es während des Baus Ärger mit den Nachbarn?
Menschen, die ihre Häuser nur noch schwer erreichen konnten oder sich über Lärm und Schmutz beschwerten, gab es wie immer bei Großbaustellen auch in diesem Fall.
„Aber gemessen an der Größe des Projekts war es sehr ruhig“, sagt gbg-Marketingchefin Fenja Nönken. Außerdem sei es der gbg gelungen, schon im Vorfeld sich abzeichnende Probleme durch rasche Kommunikation zu lösen.

Hat etwas aus der alten Ladenzeile einen Weg ins neue Einkaufszentrum gefunden?
Ja. Das Kunstwerk „Aurora“ des Berliner Künstlers Volkmar Haase hatte 24 Jahre auf dem Platz der alten Ladenzeile gestanden. Nun befindet sich das metallene Kunstwerk, das ein Symbol für die Dynamik der Welt, für Vergangenheit und Zukunft sein soll, im Südwesten des Areals.

gbg-Chef Jens Mahnken mit dem Kunstwerk "Aurora"

Auch der Platz ist nach dem Kunstwerk benannt: Bei einem Wettbewerb hatte sich der Name Aurora-Platz gegen die Mitbewerber durchgesetzt.

Welche nächsten Projekte plant die gbg in Drispenstedt?
Wenn das letzte der ursprünglich drei Hochhäuser im Osten des Stadtteils abgerissen ist, sollen 33 neue Wohnungen auf dem Grundstück Lohdestraße 2 errichtet werden. Darüber hinaus geht es bald an die gbg-Wohnungen an der Ehrlicherstraße, Ecke Borcholtenstraße. Dort sollen 26 Wohnungen saniert werden. Insgesamt hat die gbg 1750 Wohnungen in Drispenstedt.
„Hier befindet sich ein Drittel unseres gesamten Wohnungsbestandes“, sagt Mahnken.

Und zum Schluss: Was ist das für ein seltsamer neuer, schiefer Metallstab, der neben dem Wasserspeicher vor dem Stadtteiltreff aus dem Boden ragt?
Dabei handelt es sich um einen Wasserspender, den die gbg dem Stadtteil auf Bitte des Ortsrats zum Ende des Gesamtprojekts geschenkt hat. Hier kann jeder auf Knopfdruck Wasser zapfen – weil er oder sie Durst hat oder sich die Hände waschen will.

gbg-Projektleiter Jörn Schrader nimmt unter den Augen von Jens Mahnken einen Schluck Wasser aus dem neuen Spender

Wie wird am Samstag gefeiert?
Die Einweihung des neuen Stadtteilzentrums beginnt am Samstag, 20. Juni, um 15 Uhr auf dem Auroraplatz in der Mitte des neuen Stadtteilzentrums. Es gibt Speisen und Getränke sowie Musik von den Gruppen AcousticThreesome und Dick & Durstig.